Necronomicon – Horrorgeschichten

Das Cover (mit Scan-Code der Bibliothek)

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Originaltitel: Necronomicon – Horrorgeschichten

Autor: Howard Phillips Lovecraft

Verlag: Festa

Genre: Klassiker, Science-Fiction, Horror,  Mystery

Seitenzahl: 330

Erscheinungsjahr (diese Ausgabe): 2007

Nachdem ich bereits 3 von 4 Bänden der Gesammelten Werke von Poe gelesen habe, wurde Lovecraft ein Name, der immer weiter nach oben auf meiner Liste rückte. Mit der Geschichte „Die Farbe aus dem All“ habe ich bereits einst Bekanntschaft gemacht und so kam es, dass ich diesem Band von Lovecrafts Gesammelten Werke in der Bibliothek nicht wiederstehen konnte. Bei Necronomicon handelt es sich um den vierten von sechs Bänden von „H.P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens“. Der Klappentext besagt folgendes:

Frank Festa (Hg.)

H.P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens

Howard Phillips Lovecraft zählt neben Edgar Allan Poe und Ambrose Bierce zu den drei Eckpfeilern der amerikanischen Horrorliteratur. Diese Reihe ist seinem Leben und Werk gewidmet.

Stadt ohne Namen

Das Fest

Das gemiedene Haus

In den Mauern von Eryx

Gefangen bei den Pharaonen

Berge des Wahnsinns

Sechs Geschichten vom Altmeister des Horrors in neuer Übersetzung. Zusätzlich enthalten sind die Essays Geschichte des Necronomicons, Katzen und Hunde

Schon beim Anblick der Auflistung der Geschichten lässt sich ein erheblicher Unterschied zu Poe feststellen: Obwohl dieses Buch nicht bedeutend kürzer ist als ein Band der Gesammelten Werke Poes, sind doch weitaus weniger Geschichten darin enthalten. Dies liegt daran, dass Lovecrafts Geschichten um einiges länger sind. Insbesondere Berge des Wahnsinns ließe sich problemlos als ein einzelnes Buch verkaufen.

Zu dieser Ausgabe an sich ist zu sagen, dass ein guter Mix aus kürzeren und einer längeren Geschichte sowie eben den beiden Essays, dem Gedicht und dem In Memoriam gefunden wurde. Letzteres ist kein ellenlanges Geschwafel über die Bedeutung jenes Absatzes oder dieser Geschichte in der Literatur, sondern eine schlichte Erinnerung an Lovecraft wie er lebte, mit seinen Eigenarten und besonderen Werten. Dies ist für mich persönlich weitaus interessanter als der einzelne Einfluss von Geschichten auf die heutige Literatur oder ähnliche nahezu wissenschaftliche Analysen.

Bereits nach der Lektüre der ersten paar Geschichten stellt man fest, was Lovecrafts Stil ausmacht.  Das Grauen kommt meist aus einer uralten Vorzeit, älter als die Menschheit selbst, und ist nicht selten im Erdinneren verborgen. Dieses Muster zieht sich durch fast alle Geschichten. Dies mag nun vielleicht recht eintönig klingen, dem ist jedoch nicht so, denn Lovecraft versteht es trotz dieses wiederkehrenden Motives, was seinen Stil wohl unverwechselbar macht, das Rad immer wieder neu zu erfinden, sodass sich jede Geschichte deutlich von ihrer Vorgängerin unterscheidet.

Insbesondere hervorheben möchte ich die Geschichte Berge des Wahnsinns, die mit ihren 144 Seiten fast die Hälfte des ganzen Buches ausmacht. Hierbei werden die unglaublichen und zugleich schrecklichen Entdeckungen eines Forscherteams in der Antarktis geschildert. Mir persönlich gefiel an der Geschichte der Gefühlswandel zwischen der ersten Entdeckung und den Protagonisten, da die emotionale Verbindung zu dieser Entdeckung der des Lesers exakt entspricht. Doch man sollte am besten selbst lesen, was ich hiermit meine. Wem Frankenstein gefallen hat, der kann durchaus mal einen Blick auf diese Geschichte werfen.

Letztendlich bleibt wohl zu sagen, dass Lovecraft momentan in meiner Rangordnung der „alten Genies“ wohl über Poe steht. Mal sehen, ob sich dies noch ändert. Für diese Leistung gibt es jedenfalls volle 5 von 5 Kreuzen.

† † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

P.S.: Ein Statement zur neuen Übersetzung sowie zur Zusammenstellung der Werke findet ihr auf der Seite des Festa Verlags.

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