Holiday

Foto-1149Originaltitel: Shissou Holiday

Autor: Otsuichi

Mangaka: Hiro Kiyohara

Verlag: Egmont Manga

Genre: Mystery, Thriller

Seitenzahl: 198

Erscheinungsjahr(DE): 2008

Eine weitere Manga-Adaption von Otsuichis Werken – endlich habe ich sie mal gelesen und nicht nur betrachtet. Der Klappentext lautet folgendermaßen:

Eine Ausreißerin aus gutem Hause hat das Gefühl, nicht genug vermisst zu werden und beschließt, eine Entführung zu fingieren! Mal sehen, was die Pflegeeltern dazu sagen. Doch dann läuft einiges nicht wie geplant …

HOLIDAY ist ein außergewöhnlicher Coing-of age-Manga von Hiro Kiyohara, basierend auf einem Roman des 1978 geboren und bereits mit Preisen überhäuften japanischen Bestseller-Autoren Otsuichi.

Mit sechs Jahren zieht die kleine Nao mit ihrer Mutter in das Haus von deren neuen Lebensgefährten. Zunächst ist alles wunderbar und Nao fühlt sich wohl, bis ihre Mutter stirbt und sie allein ist, in einem Haus ohne irgendeinen Blutsverwandten. Als ihr „Vater“ dann auch noch eine neue Frau kennenlernt, sieht Nao sich zunehmend mit einer Abschiebung in eine andere Pflegefamilie konfrontiert und fasst einen Entschluss…Dies ist also die Ausganssituation, mit der der Manga beginnt. Auch bei dieser Adaption einer Geschichte von Otsuichi kann ich wieder positiv hervorheben, dass ich der Handlung gut folgen konnte und durch nichts in Verwirrung gebracht wurde, was jedoch wohl auch an dem Nicht-Vorhandensein von jeglichen Kampfszenen liegt.

Jedoch sagte mir der Manga nicht nur deswegen zu. Auch wenn die Protagonistin ein wenig überdreht war, konnte ich ihre Handlungen doch im Großen und Ganzen durchaus nachvollziehen. Bei solch einer Stiefmutter, die mir mit „Abschiebung“ droht, hätte ich wohl nicht anders reagiert.

Und auch der Verlauf der Geschichte war zwar allgemein doch recht vorhersehbar, aber dennoch unterhaltsam genug für eine Zugfahrt. Hierbei ist jedoch auch anzumerken, dass das Ende für einen wahren Überraschungsmoment bei mir sorgte.

Zudem gefiel mir auch, wie die Abhängigkeit, die man erlangt, sobald man sich kein eigenes Bild mehr von der Welt machen kann, dargestellt wird. Dies wird besonders am Ende deutlich, das zwar zuvor bereits angedeutet wurde, mit dem ich persönlich zumindest aber ganz und gar nicht gerechnet hätte.

Jedoch muss auch angemerkt sein, dass das Vorgehen der Polizei mir insofern nicht realistisch genug war, als dass sie nicht beispielweise das komplette Haus (somit auch die Räume des Personals) durchsucht haben oder der Wahrheit in irgendeiner anderen Weise auf die Spur gekommen sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es mit lustigem „Abwarten und Teetrinken“ ohne jegliche andere Ermittlungsschritte in solch einem Falle getan wäre.

Da der Manga zwar nicht schlecht ist, jedoch letztendlich nur einen netten Zeitvertreib darstellt, mit dem man sich z.B. eine Zugfahrt verkürzen kann, gibt es von mir diesmal nur 3 von 5 Kreuzen. Zudem ist die Geschichte – abgesehen von dem Ende – doch recht vorhersehbar und nicht unbedingt aufregen.

† † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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