Anna und die Himmelsbriefe

Foto-1139Originaltitel: Anna und die Himmelsbriefe – Eine Weihnachtsgeschichte

Autor: Ingrid Uebe

Verlag: cbj

Genre: Kinderbuch, Weihnachtsbuch

Seitenzahl: 144

Erscheinungsjahr: 2008

Nach Jahren stand mir urplötzlich der Sinn danach, mal wieder ein Kinderbuch von mir zu lesen. Da die Auswahl jedoch relativ klein geworden ist, versuchte ich es mit Anna und die Himmelsbriefe. In meiner Kindheit gefiel mir das Buch eher weniger. Ob sich das geändert hat? Der Klappentext jedenfalls lautet folgendermaßen:

Eigentlich könnte die Adventszeit so schön sein! Aber dann zieht überraschend Papas neue Freundin Jette bei ihnen ein und Anna ist furchtbar sauer! Warum kann Jette nicht in ihrer eigenen Wohnung bleiben und Papa und Anna in Ruhe lassen?

Trotzig beschließt Anna, alles zu tun, um Jette auf gar keinen Fall zu mögen. Aber das ist gar nicht so leicht, denn Jette ist supernett und lustig. Und als dann, am 1. Adventsonntag plötzlich ein echter Himmelsbrief mit einem kleinen Geschenk bei Anna ankommt, merkt sie, wie – ganz langsam – ihr Widerstand schwächer wird …

Man merkt ziemlich schnell, dass es sich bei Anna und die Himmelsbriefe um ein Kinderbuch handelt. Die Schrift ist zwar groß, jedoch gar nicht mal so groß, wie in so manch anderem Kinderbuch, und ab und an lassen sich auch ein paar Bilder oder mit Schneeflocken verzierte Seiten finden. Außerdem sind die vier Himmelsbriefe in jeweils einem kleinen Umschlag an der jeweiligen Stelle befestigt, sodass der Leser die Briefe auch selbst öffnen darf. Letzteres ruft starke Erinnerungen an die Bücher von „Felix, dem Kuschelhasen“ hervor.

Zu Beginn der Geschichte lernt man Anna kennen. Sie geht in die vierte Klasse und ist eine eher durchschnittliche Schülerin. Anna ist ein glückliches Mädchen, bis auf eine Tatsache: Ihre Mutter ist vor einem Jahr und vier Monaten an einer schweren Krankheit verstorben.

Seitdem lebt Anna allein mit ihrem Vater – bis dieser plötzlich eine neue Freundin hat …

Der Grund, warum ich das Buch einst nicht mochte, ist wohl darin zu finden, dass ich mich nicht in Anna hineinversetzen konnte. Dies hat sich mittlerweile geändert, nicht zuletzt wohl deswegen, dass ich in der Zwischenzeit ebenfalls einen schweren Krankheitsfall (glücklicherweise ohne Todesfolge) in der Familie hatte.

Hat man sich erstmal an den natürlich kindgerecht gehaltenen Schreibstil gewöhnt, beginnt man, richtig mit Anna mitzufiebern. Man kann ihre Wut z.B. über die Äußerungen der geschwätzigen Nachbarin äußerst gut nachvollziehen.

Und auch, wie Annas Widerstand gegenüber Jette allmählich weniger wird, wird recht gut dargestellt, wobei man das Ganze vielleicht hier und da auch noch ein wenig mehr hätte abstufen können. Dennoch wird diese Thematik sehr gut rübergebracht.

Einen Punkt muss ich jedoch abziehen, da mir das Ende ein wenig zu sehr nach „Verdammt, ich wollte doch noch dieses Element in die Geschichte einbringen, um das Happy End herbeizuführen“ wirkt. Man hätte dieses entscheidene Element, das Annas wohl sehnlichsten Wunsch betrifft, meiner Meinung nach schon ein wenig eher andeuten können. So wirkt es eher wie eine Ankettung einer zweiten kurzen Geschichte über Anna.

Dennoch ist Anna und die Himmelsbriefe ein schönes Kinderbuch, dass zwar zur Weihnachtszeit spielt, aber diese nur bedingt als Hauptthema hat. Wegen der einfachen Sprache, den Bildern und der Kürze des Buches, ließe es sich durchaus an einem Tag durchlesen und ist nicht nur Kindern in Annas Alter zu empfehlen. Daher gibt es 4 von 5 Kreuzen.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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