Kizu

Foto-1113Originaltitel: Kizu

Autor: Otsuichi

Mangaka: Hiro Kiyohara

Verlag: Egmont Manga

Genre: Fantasy, Mystery, Thriller

Seitenzahl: 198 (+ Nachwort)

Erscheinungsjahr(DE): 2009

Eigentlich war ich auf der Suche nach Holiday, doch fand ich im selben Regal noch einen unscheinbaren, rot-weißen Manga, der sich als weiteres Werk vom Goth – Autoren Otsuichi entpuppte. Natürlich musste ich dort zuschlagen. Der Klappentext besagt folgendes:

Ein neuer Manga aus der Feder des GOTH-Bestsellerautor Otsuichi und dem Mangaka Hiro Kiyohara!

Vom Vater misshandelt und von der Mutter verlassen – Keigo wächst in grausamen Verhältnissen auf. Doch dann trifft er den stillen Jungen Asato, der dasselbe durchzumachen scheint wie er. Sich gegenseitig halt gebend machen die beiden eine unglaubliche Entdeckung…

Damit man nicht wie mein Freund auf die Idee kommt, dass diese unglaubliche Entdeckung etwas homoerotisches an sich habe, sei so viel verraten: Asato besitzt eine übernatürliche Fähigkeit, die ihre Folgen nach sich zieht…

Man merkt durchaus, dass Kizu ebenfalls von Otsuichi stammt und ich muss sagen, der Stil sagt mir nach wie vor zu. Die Handlung des Mangas ist äußerst verständlich, verständlicher noch als die von Goth.

Der Leser erlebt, wie Keigo auf Asato trifft, welcher durchweg ein ruhiger Junge ist, aber stille Wasser sind ja bekanntlich tief. Die beiden sind wahrlich ein Dreamteam, gerade weil sie sowohl Gemeinsamkeiten wie auch starke Unterschiede aufweisen. Zu einer Verwechslung kann es jedenfalls auf keinen Fall kommen.

Und auch das Einfließen der Thematik von Sonderschülern, die ja nicht zwingend einer 08/15 – Idee entspricht, sagte mir zu, wobei ich auch ein wenig an einen „Mitleids“-Bonus denken musste und die Darstellung dieser doch nicht unbedingt realitätsgetreu ist. Ich möchte damit nicht sagen, dass Sonderschüler schon von weitem erkennbar sind, doch ich habe genug mit welchen zu tun, als dass ich doch wagen kann zu behaupten, dass sie sich oftmals gegenüber anderen Menschen nicht so Verhalten wie Keigo und Asato.

Dennoch flogen mir die Seiten des Mangas nur so durch die Hände und letztendlich konnte ich kaum glauben, ihn schon durchgelesen zu haben; selbst eine Fortsetzung hätte mir nichts ausgemacht.

Insgesamt ist Kizu also ein netter Einzelband, der die Geschichte von zwei Jungen erzählt und Dinge wie Elend und Vergeltung thematisiert. Jedoch gibt es einen kleinen Punktabzug, weil sich Keigo und Asato doch fast ein bisschen „zu normal“ für Sonderschüler verhalten und sich bei mir nach dem Lesen das Gefühl eingestellt hat, dass  noch irgendetwas fehlt. Daher gibt es 4 von 5 Kreuzen.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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