Friedhof der Kuscheltiere

Foto-1111Originaltitel: Pet Sematary

Autor: Stephen King

Verlag: Deutscher Bücherbund

Genre: Horror

Seitenzahl: 380

Erscheinungsjahr(Original): 1983

Leider ist der Klappentext meiner Ausgabe bei Weitem nicht so informativ wie die von Horrorgeyst. Dennoch werde ich ihn euch nicht vorenthalten:

Stephen King, der unübertroffene Meister des Horrors, ist schon zu Lebzeiten eine literarische Legende – und zugleich einer der erfolgreichsten Schriftsteller unserer Tage. Das Grauenhafte ist sein Metier. In diesem Roman führt er den Leser in eine Welt voll schrecklicher Geheimnisse, eine Welt des Makabren und Morbiden – ohne jemals Zweifel daran zu lassen, daß es die gleiche Welt ist, in der wir leben: eine Welt, in der es neben der Idylle auch den Alptraum gibt.

In „Friedhof der Kuscheltiere“ geht es um die Familie Creed, die nach Ludlow ziehen. Die Familie Creed, das sind Louis und seine Frau Rachel, ihre Tochter Ellie, ihr Sohn Gage und Ellies Kater Church. Doch hinter ihrem Haus findet die Familie einen Pfad, der zu einem Tierfriedhof führt. Hinter diesem führt ein weiterer Weg in den Wald hinein und immer tiefer in die Dunkelheit.

Gerade zu Beginn des Buches hat es mich doch sehr stark an „Marley und Ich“ erinnert, da zunächst nur der Alltag der Familie beschrieben wird doch schon an Louis‘ erstem Arbeitstag, beginnt die immer tiefer führende Spirale des Todes sich zu drehen und es wird schnell klar, was das zentrale Thema des Buches ist.

Nach dem hellen und freundlichen Beginn wird die Atmosphäre der Geschichte zunehmend düster-melancholischer, verbleibt dort jedoch nicht. Nach weiteren, für die Familie immer schwerwiegenderen Todesfällen, ist der Ton der Handlung wie ein düsterer Tumor, der sich pulsierend durch schwarzgefärbte Eingeweide wühlt.

Dieses abdriften in immer düstere Gefilde gefiel mir zunächst ja noch recht gut, doch irgendwann wurde es mir doch ein wenig zu dunkel – nicht unbedingt, weil es mir generell nicht gefallen hätte können, sondern weil es meiner Meinung nach einen zu starken Kontrast zum Anfang darstellt und das Ende, das sowohl als offenes als auch als Bad End bezeichnet werden kann, hat mir dann doch ordentlich den Spaß an dem Buch, das mir im Grunde von den Charakteren wie auch vom Schreibstil her recht gut gefiel, verdorben.

Und auch einen kleinen Kritikpunkt im Schreibstil habe ich, denn irgendwann klangen sich die Gedanken der jeweiligen Charaktere dermaßen ähnlich, dass man allein vom Stil her nicht zwingend hätte unterscheiden, wer denn nun gerade am Denken ist.

Insgesamt ist Friedhof der Kuscheltiere also ein düster-melancholisches Buch, das den Tod thematisiert und dem Leser eine gewisse moralische Botschaft mit auf den Weg gibt. Wie dieser damit nun umgehen will, bleibt ihm überlassen. Doch da mir persönlich das Ende eher weniger zusagte, da es einen krampfhaft offengelassenen Eindruck auf mich machte, gibt es „nur“ 4 von 5 Kreuzen.

 † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

Horrorgeysts Meinung zum Buch

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