Märchenzirkus – Und wenn sie nicht gestorben sind…

Foto-1069Originaltitel: Märchenzirkus – Und wenn sie nicht gestorben sind…

Autor: Miriam Stephanie Reese

Verlag: Schauermärchen Verlag

Genre: Märchen

Seitenzahl: 67 (+ leere Seiten)

Erscheinungsjahr: 2012

Es war einmal an einem Wochenende, da schauten Seitenfetzer und Horrorgeyst in die Juni 2013 – Ausgabe des „Orkus“ und stolperten über einen interessant klingenden Buchtipp. Man machte sich im Internet schlau und sah, dass es nur noch ein Exemplar bei Amazon gab, welches nun unter mysteriösen Umständen „verschwunden“ ist.

So gelangte ich an „Märchenzirkus – Und wenn sie nicht gestorben sind…“, dessen Klappentext folgendermaßen lautet:

Ein Himmelszelt –

darunter tobt die Fantasie …

Nur ist die Welt kein Märchen!

Dennoch ein Ort der Hexen,

des Übersinnlichen, des Mystischen und der Verführung,

der Musikszenen, der Drogen und

der Gothic-Novels.

Ob Sprichwörter und Redewendungen ihren Ursprung in Träumen haben? Liegt ihre Quelle in der Geschichte oder den Geschichten? Finden wir sie im düsteren Mittelalter oder suchen wir im Jetzt, das teils verdunkelt ist?

Dieses bebilderte Buch vermittelt Hintergründe, die neues Licht aber auch Schatten werfen!

Bunt sind Illusionen, schwarz-weiß sind die Illustrationen. Die Schrift ist real – Gelesenes sind Gedanken…

Gerade der letzte Absatz des Klappentextes gefiel mir recht gut und ich überlege noch, ob ich ihn mir an die Wand schreibe.

Wäre das Buch doch so schön wie der Klappentext. Gleich beim ersten Märchen wurde ich skeptisch. Wie wild wird mit Redewendungen um sich geworfen, sodass man sich fragt: „Was will man mir eigentlich damit sagen?“ Schließlich wurde ich aus dem ersten Märchen, Aschenputtel, nicht sonderlich schlau.

Die darauffolgenden Märchen boten immerhin stilistische Abwechslungen. Mal war wurde etwas oder jemand als eine Band interpretiert, mal sind die Texte wie ein Bericht über ein Gerichtsverfahren gehalten, doch eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind kurz. Verdammt kurz. Das längste Märchen ging keine 4 Seiten.

Dementsprechend unausgearbeitet und roh wirken auch die Texte. Es stellt sich einfach das Gefühl, als habe jemand an einem freien Wochenende ein paar Texte begonnen, in denen die groben Grundideen niedergeschrieben wurden, und diese schlichtweg nicht weiter ausgearbeitet wurden, was ziemlich schade ist. Ich bin mir sicher, die Autorin hätte es geschafft, weitaus mehr aus ihrer Idee zu machen.

Und auch vom Drumherum her ist das Buch recht amateurhaft. Zwar wurde dies in der Buchempfehlung im Orkus auch erwähnt, dennoch hätte ich nicht damit gerechnet, dass das Buch eher die Form eines Heftes hat und an einer Stelle sogar ein Absatz einfach doppelt gedruckt wurde.

Zumindest sind die Illustrationen thematisch passend und bei so mancher musste ich aus unerklärlichen Gründen schmunzeln.

Auch wenn es mir für den Verlag, der scheinbar wirklich winzig ist, leidtut, so kann ich doch nicht mehr als eines von 5 Kreuzen geben. Ich hätte mir einfach wirklich mehr erhofft.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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