dead.end.com

Originaltitel: dead.end.com

Autor: Alice Gabathuler

Verlag: Thienemann

Genre: Thriller, Jugendbuch

Seitenzahl: 287

Erscheinungsjahr: 2011

Preis: 12,95€

Noch nie habe ich bei einem Buch das Treffen der Zielgruppe dermaßen gespürt wie bei dead.end.com. Genauso wenig, wie ich mir bei einem Buch am Ende je dachte „Ach  du heilige Scheiße“. Doch beginnen wir zunächst mit dem Klappentext.

Es ist die Gelegenheit, nach der jeder Gamer sich die Finger leckt: exklusiv dabei zu sein, wenn DIE Spielesensation der Zukunft vorab auf ihre Tauglichkeit getestet wird. Für Mo, Tessa, Greti und Carlos und 20 weitere Jugendliche wird dieser Traum war. Siesind die ersten, die dead.end.com spielen dürfen. In einer groß angelegten und vermarkteten Aktion werden die Gamer-Clans in eine hermetisch abgeriegelte ehemalige Militäranlage gebracht, um dort das Spielerlebnis ihres Lebens zu machen. Doch kaum läuft dead.end.com an, wird auch schon klar, dass das hier mehr ist als nur ein Spiel!

Und wie viel mehr dead.end mehr ist als ein Spiel. Die Idee allein ist schon mehr als brilliant, meiner Meinung nach. Da ich von der Thematik ähnliche Bücher wie Erebos noch nicht gelesen habe, vermag ich kein Urteil darüber zu fällen, inwiefern irgendwo etwas abgekupfert wurde, aber falls dem nicht so ist, ziehe ich meinen Hut vor Frau Gabathuler. Die Idee, zu welchen Zwecken ein Computerspiel genutzt werden könnte, wäre mir nie in den Sinn gekommen.

Zunächst scheint alles ganz normal, was die Probespielzeit angeht, obgleich es den Testern merkwürdig erscheint, dass sie die erste Mission in der realen Welt spielen müssen, allerdings verschwinden nach und nach Spieler, nachdem ihre Spielfiguren ausgeschieden sind und den Jugendlichen wird klar, dass die Situation nicht mehr unter Kontrolle der Spielfirma ist.

Was mir, neben der Grundidee noch gefällt, ist auch die Umsetzung. Die Geschichte besteht aus verschiedenen Abschnitten, die widerrum in Unter-Kapitel unterteilt sind, die teilweise nur eine Seite lang sind, sodass man leicht mal zwischendurch zu dem Buch greifen kann, wobei es dennoch schwierig ist, sich von der Geschichte wieder loszureißen.

Das Buch ist wahrlich ein Jugendbuch, da die Sprache recht modern, allerdings nicht zu pseudo-cool gehalten ist, sodass man sich die Protagonisten, aus deren Sicht erzählt wird, auch in der Realität durchaus vorstellen könnte. Auch trägt die ein oder andere umgangssprachlichere Formulierung hier und da zur Atmosphäre entscheidend bei, sodass man die Spannung wie eine sich ängstlich an einen klammernde Hand spüren kann.

Ein kleiner Minuspunkt ist, dass mir das Ende dann doch ein wenig zu überrumpelt eintrat. Es passierten auf einmal unzählige Dinge, unglaubliche Erläuterungen wurden gemacht und die Handlung preschte nur so vorran, sodass man schnell mal verwirrt sein konnte.

Insgesamt sagt mir das Ende jedoch durchaus zu, da der Schluss im Endeffekt doch recht offen ist und einen wie mitten in der Geschichte zurücklässt. Immer wieder dachte ich mir nur, das könne doch nicht das Ende sein. Denn dieses in die Realität zurückkehren, was ich bei den meisten Büchern erlebe, blieb bei dead.end.com gänzlich aus, sodass ich noch lange über die Geschichte und die darin vermittelte Botschaft nachdenken musste.

Insgesamt ist dead.end.com also ein recht aufwühlendes, spannendes Buch, das perfekt für Jugendliche geeignet ist. Und da es mich dermaßen gefesselt hat, verdient es 5 von 5 Kreuzen.

† † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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5 Kommentare zu “dead.end.com

  1. Hört sich echt cool an. Aber es gibt alte Bücher und Filme die stark an die Geschichte erinnern. z.B. der Film „Gamer“

    Werd ich mir aber trotzdem mal anschauen. Danke für den Tipp 🙂

  2. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher ob du ein Mädel oder ein Junge bist 😀 Sorry.

    Es ist halt eindeutig ein Action-Jungsfilm. Also wenn m dann empfehle ich ihn dir 🙂
    Mädchen langweilen sich bei dem Film wohl ziemlich schnell

  3. Hallo Seitenfetzer,

    ui, das Buch subt noch bei mir rum und aufgrund deiner Rezi bin ich nun wieder ganz neugierig und sollte das Buch wohl endlich mal lesen. Insgesamt gefällt mir dein Buchgeschmack und ich werde dir auf jeden Fall weiterhin folgen. ^^

    Ganz liebe Grüße
    Steffi

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