Pandora Hearts Band 1

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Originaltitel: Pandora Hatsu

Mangaka: Jun Mochizuki

Verlag: Carlsen Manga

Genre: Fantasy, Action, Mystery

Seitenzahl: 176

Anzahl Bände(in DE): bisher 11

Erscheinungsjahr: 2006

Preis: 6,95€

„Pandora Hearts“, der Manga-Titel kam und kommt mir irgendwoher bekannt vor, allerdings vermag ich noch immer nicht zu sagen, woher. So kam es auch, dass mich der Titel eher als der folgende Klappentext davon überzeugen konnte, den Manga aus der Bücherei mitzunehmen:

Als Spross einer Adelsfamilie verbringt Oz seine Zeit im Wesentlichen damit, seinem Freund und Diener Gilbert Schwierigkeiten zu machen. Doch dann wird er plötzlich von drei schwarzen Gestalten in die Unterwelt namens Abyss gestoßen, wo Verbrecher für ihre schlimmsten Sünden büßen müssen. Was Oz nicht weiß: Die geheimnisvolle Organisation Pandora will durch ihn an die Familie Baskerville rankommen. Und schon wird er von seiner Vergangenheit eingeholt…

Wer auch immer dieses Klappentext verfasst hat, gehört, meiner Meinung nach, gefeuert. Es klingt im Prinzip nach einem beliebigen Reicher-Adelssprössling-wird-entführt-Manga, bloß, dass die Reise diesmal in eine komische Unterwelt namens Abyss geht und von irgendwoher vollkommen zusammenhangslos eine Geheimorganisation daherkommt und irgendetwas will. Mal abgesehen davon, dass  der Klappentext im Prinzip die gesamte Handlung verrät.

Aber genug der Worte bezüglich des Klappentextes. Wer diesen nämlich nicht als Grund nimmt, den Manga wieder aus der Hand zu legen, wird beim Lesen belohnt werden. Denn, obgleich die Handlung hier und da ein wenig vorhersehbar ist (sollte man beispielweise doch wissen, dass man nicht einfach an fremden, unbekannten Gräbern spielt), gefiel mir der erste Band von Pandora Hearts recht gut.

Es geht darum, dass Oz bei einer Zeremonie ins Abyss befördert wird – unbeabsichtigt – und dort von einem Mädchen gerettet wird. Als er aus dem Abyss entkommt, wird seine Retterin allerdings auch zur Gefahr, so viel sei verraten.

Und damit sind wir schon bei zwei Punkten, die mir sehr gut gefielen. Zum Einen ist das Abyss eine sehr schöne verwirrende, unwirkliche und schaurige „Ebene“, in der nichts so ist wie es scheint. Auch die zeichnerische Umsetzung sagte mir durchaus zu.

Zum Anderen ist bis zum Ende des ersten Bandes nicht klar, wer „gut“ und wer „böse“ ist und ob es überhaupt ein Gut-Böse-Rollenbild gibt, oder ob alles nur eine Masse verschiedener Grautöne anstatt der sonst so häufigen Schwarz-Weiß-Einteilung ist. Da dies ja leider doch sehr selten in Geschichten (ganz gleich ob Literatur oder Film oder sonstigem) so ist, ist es in diesem Falle ein großer Pluspunkt für den Manga.

Ein Minuspunkt zusätzlich zum missratenem Klappentext ist, dass mir die Actionszenen auch hier zu unübersichtlich sind. Vielleicht liegt es wirklich an mir, aber ich war mal wieder zu verwirrt, um genau verfolgen zu können, wer jetzt wie gegen wen kämpft und wer wessen Energie stiehlt. Aber zumindest wird die Situation durch ein paar Dialoge noch recht gut erklärt, sodass es dem allgemeinen Verständnis nicht schadete.

Da mit dem ersten Band die Reihe „Pandora Hearts“ einen recht guten Start hinlegt, der sowohl zeichnerisch als auch die Handlung betreffend überzeugen kann und Lust auf mehr macht (u.A. die Vergangenheit und Hintergrundinformationen zu den vielen,geheimnisvollen aber dennoch einprägsamen Charakteren), erhält der Band 5 von 5 Kreuzen. Den Klappentext ignorieren wir einfach mal.

† † † † †

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