Emily the Strange – Die verschwundenen Tage

Originaltitel: Emily the Strange: The Lost Days

Autor: Rob Reger

Verlag: Achterbahn

Genre: Jugendbuch

Seitenzahl: 266

Erscheinungsjahr: 2009

Preis: 16,95€

Zu diesem Buch gibt es wirklich nur ein Wort, was mir einfällt, um es zu beschreiben:  strange.

Doch bevor ich mehr verrate, erstmal der Klappentext:

Emily, 13 Jahre, wacht in einem kleinen, geheimnisvollen schaurigen Ort namens Blackrock auf und kann sich an nichts erinnern, sie hat ihr Gedächtnis verloren.  Die Bewohner reagieren höchst seltsam auf das unbekannte Mädchen, einzig das Vertrauen von ein paar schwarzen Katzen kann sie gewinnen. Emily versucht, bei heimlichen, nächtlichen Nachforschungen mehr über sich und ihre Herkunft herauszufinden, stößt aber nur auf weitere rätselhafte Vorgänge. So befindet sich in einem alten Bus ein geheimes Labor. Nach einiger Zeit findet sie auf einem Dachboden ein uraltes Einlebebuch einer gewissen Emma LeStrande, der Stadtgründerin von Blackrock, die ihr verblüffend ähnlich sieht…

Das Buch, das im Übrigen beim Lesen sehr schön in der Hand liegt, ist in Tagebuchform aus der Ich-Perspektive mit Verwendung von Umangssprache geschrieben und oft mit Briefen, Notizzetteln, Fotos und Zeichnungen verziert.

Die Geschichte der kleinen Emily, die sich in Blackrock dadurch, dass sie ihren eigenen Namen vergessen hat, schlichtweg Earwig nennt und die für eine 13-Jährige meiner Meinung nach einen doch recht kindlichen Erzählstil hat, ist irgendwie ziemlich verwirrend. Vor allem am Anfang, wenn man noch kaum Anhaltspunkte hat, wie sie nach Puzzleteilen für das Puzzle ihrer Aufgabe sucht. Allerdings nicht so verwirrend, dass man Passagen öfters lesen müsste, da der Text locker und ziemlich fließend zu lesen ist.

Auch ist die Geschichte mit unwichtigen, aber dennoch erheiternden und kuriosen Merkwürdigkeiten gespickt, die Emily sich notiert, falls es wichtig sein könnte (wie z.B. die unsinnigen Sätze einer Kauderwelsch redenden Tierärztin oder seltsame Fundstücke wie Vampir-Schneekugeln und undefinierbare Objekte, die man als Rosinen oder Schrumpfköpfe identifizieren könnte), weshalb ich an dieser Stelle vor dem werten Herrn Reger meinen imaginären Hut ziehe.

Generell ist die Geschichte ziemlich amüsant, was auch an Emilys Stil, der mich an den einer 10-Jährigen, die zu viel Cola intus hat, erinnerte, liegen mag.

Jedoch empfand ich den Stil ab und an als leicht nervig und auch die Ausarbeitung der Charaktere hat mir nicht gerade gefallen. Sie waren einfach zu extrem. Von den Aufzeichnungen der Dialoge mal ganz zu schweigen… Natürlich sind Dialoge in einem Tagebuch eher knapp bemessen, doch die Konversationen haben bei mir immer einen leicht verdutzten Gesichtsausdruck hinterlassen.

Die Auflösung am Ende war allerdings ganz nett, wenn auch meiner Meinung nach hätte erklärt werden können, was es mit dem namensgebenden Felsen denn nun genau auf sich hatte. Ansonsten werden aber alle, aber wirklich alle komischen Gegebenheiten, wenn auch teilweise durch zuvor herausgerissene und am Ende wieder eingefügte Aufzeichnungen, aufgelöst und erklärt.

Also ist Emily The Strange – Die verschwundenen Tage insgesamt ein nettes, ziemlich unterhaltsames und mehr als leicht verrücktes Kinderbuch, das zwar ein paar Macken hat, einem aber die Zeit wunderbar vertreiben kann und erhält deshalb 4 von 5 Kreuzen.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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2 Kommentare zu „Emily the Strange – Die verschwundenen Tage

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